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Allergie & Heuschnupfen

Wenn der Frühling erwacht und die Natur aufblüht, beginnt für viele Menschen eine belastende Zeit. Heuschnupfen, medizinisch als saisonale allergische Rhinitis bezeichnet, ist eine der häufigsten allergischen Erkrankungen überhaupt. Eine verstopfte Nase, tränende Augen und ständige Niesattacken können das Wohlbefinden und die Leistungsfähigkeit erheblich einschränken. Hier erfahren Sie, wie die Allergie entsteht, an welchen Symptomen Sie diese erkennen und welche Maßnahmen wirklich helfen, um gut durch die Pollensaison zu kommen.

Ursachen und Auslöser

Typische Symptome und Kreuzallergien

Praktische Tipps für den Alltag

Linderung und Apotheken-Präparate

1. Ursachen und Auslöser

Heuschnupfen ist im Grunde ein Fehlalarm des Körpers. Er basiert auf einer Überreaktion des körpereigenen Immunsystems auf eigentlich völlig harmlose Eiweißstoffe von Pollen – also dem Blütenstaub von Bäumen, Gräsern, Sträuchern oder Kräutern. Kommen diese Pollen mit den feuchten Schleimhäuten in Nase, Augen oder den Atemwegen in Kontakt, stuft das Immunsystem von Allergikern sie fälschlicherweise als gefährliche Eindringlinge ein.

Daraufhin produziert der Körper spezielle Antikörper, was wiederum zu einer raschen Ausschüttung von Botenstoffen wie Histamin führt. Dieses Histamin ist der Hauptverantwortliche für die typischen Entzündungsreaktionen und allergischen Beschwerden. Die Veranlagung zu Allergien ist häufig genetisch bedingt, aber auch Umweltfaktoren und der moderne Lebensstil spielen bei der Entstehung eine Rolle. Um gezielt vorbeugen und behandeln zu können, ist eine exakte ärztliche Diagnose (beispielsweise durch einen Hauttest oder eine Blutuntersuchung) sinnvoll. So lässt sich genau bestimmen, auf welche Pollenarten der Körper reagiert – seien es Frühblüher wie Hasel und Erle, Gräser im Frühsommer oder bestimmte Kräuter im Spätsommer.

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2. Typische Symptome und Kreuzallergien

Die Beschwerden bei Heuschnupfen treten in der Regel unmittelbar nach dem Kontakt mit dem Allergen auf. Zu den klassischen Symptomen gehören eine laufende oder stark verstopfte Nase, häufige Niesattacken sowie tränende, juckende und gerötete Augen. Oftmals gesellt sich ein unangenehmes Kribbeln im Rachenraum oder am Gaumen dazu. Da der Körper ständig in Alarmbereitschaft ist und die Immunabwehr auf Hochtouren läuft, fühlen sich viele Betroffene während der Pollenflugzeit zudem müde, abgeschlagen und unkonzentriert.

Ein besonderes und oft unerkanntes Phänomen bei Heuschnupfen ist die sogenannte Kreuzallergie. Da sich die Eiweißstrukturen mancher Pollen und bestimmter Lebensmittel stark ähneln, kann das Immunsystem diese nicht immer unterscheiden und reagiert folglich auch auf Nahrungsmittel. So vertragen Birkenpollenallergiker häufig keine rohen Äpfel, Karotten, Haselnüsse oder Kirschen, während bei einer Beifußallergie oft Reaktionen auf Sellerie oder bestimmte Gewürze auftreten. Werden diese Lebensmittel gekocht oder gebacken, werden die Allergene meist zerstört und besser vertragen.

3. Praktische Tipps für den Alltag

Wer seine Auslöser kennt, kann die Belastung im Alltag durch einfache Verhaltensanpassungen deutlich reduzieren. Ein Pollenflugkalender oder entsprechende Apps helfen dabei, die regionale Belastung tagesaktuell einzuschätzen und Aufenthalte im Freien oder sportliche Aktivitäten danach auszurichten.

Das richtige Lüftungsverhalten ist entscheidend für möglichst allergenfreie Innenräume: In der Stadt ist die Pollenkonzentration meist in den frühen Morgenstunden (zwischen 6 und 8 Uhr) am geringsten, weshalb dann ausgiebig gelüftet werden sollte. Auf dem Land ist die Belastung hingegen in den späten Abendstunden (zwischen 19 und 24 Uhr) am niedrigsten. Wäsche sollte während der Akutphase nicht im Freien getrocknet werden, da sich die feinen Pollenpartikel in den Textilien verfangen. Zudem empfiehlt es sich, abends vor dem Schlafengehen die Haare zu waschen, um die Pollen herauszuspülen, und die draußen getragene Kleidung nicht im Schlafzimmer abzulegen. Auch das Anbringen von Pollenschutzgittern an den Fenstern hält die ungebetenen Gäste wirkungsvoll fern.

4. Linderung und Apotheken-Präparate

Eine langfristige und ursächliche Behandlung der Allergie ist durch eine spezifische Immuntherapie (Hyposensibilisierung) möglich, bei der das Immunsystem langsam an das Allergen gewöhnt wird. Diese Behandlung erfordert eine ärztliche Begleitung.

Für die akute, symptomatische Linderung der Beschwerden steht eine Vielzahl bewährter und wissenschaftlich geprüfter Präparate in Ihrer Apotheke zur Verfügung. Sogenannte Antihistaminika blockieren die Wirkung des Botenstoffs Histamin und dämmen so die allergische Reaktion ein. Bei leichten und lokal begrenzten Symptomen reichen oft antiallergische Augentropfen oder ein Nasenspray aus. Sind die Beschwerden stärker ausgeprägt, bieten sich systemisch wirkende Tabletten an, wobei moderne Wirkstoffe der neueren Generation (wie Cetirizin oder Loratadin) kaum noch müde machen.

Bei einer stark verstopften und entzündeten Nase können niedrig dosierte, kortisonhaltige Nasensprays eine effektive Lösung sein, da sie direkt an der Nasenschleimhaut stark entzündungshemmend wirken. Ergänzend helfen pflegende Meersalz-Nasensprays oder Nasenduschen, die gereizten Schleimhäute auf sanfte Weise zu reinigen, zu befeuchten und von anhaftenden Pollen zu befreien. Wichtig: Sollten sich die Beschwerden in Richtung Lunge verlagern, sich durch hartnäckigen Reizhusten oder gar Atemnot bemerkbar machen, ist umgehend ärztlicher Rat gefragt, um die Entstehung eines allergischen Asthmas zu verhindern.

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